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31.10.2010 "Kitten" "Kater" "Youngsters" "Abzugeben"
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Und empfohlener Impfplan
Einleitung: Aus den verschiedensten Gründen gehören die Katzen heute die beliebtesten Haustiere. Ihr Verhalten entspricht in vielem unseren eigenen Wunschvorstellungen. Wer bewundert nicht die Katze, die sich ungeachtet der sie umgebenden Hektik gelassen ihre Pfoten putzt. Wer beneidet sie nicht um ihre natürliche Grazie, welcher Sportler träumt nicht von der geschmeidigen Eleganz einer Katze. Der Beliebtheit von Katzen kommt natürlich besonders zugute, dass sie problemlos in einer Stadtwohnung gehalten werden können. Aber welche Motive auch immer ausschlaggebend waren, der Mensch darf den Entschluss für eine Katze als Haustier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Als Katzenhalter hat er die volle Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres. Die folgende Seite informiert Sie über die wichtigsten Infektionskrankheiten der Katze und der Vorbeugung durch Schutzimpfungen. Sie kann und soll aber tierärztlichen Rat nicht ersetzen. Wenden Sie sich deshalb in allen Zweifelsfällen immer vertrauensvoll an Ihren Tierarzt!
Katzenleukose: Katzenleukose ist eine Virusinfektion, die durch das Virus Katzenleukämievirus, abgekürzt FeLV, hervorgerufen wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass beinahe jeder 6. Todesfall bei Katzen durch Leukose verursacht wird. Die häufigste tödliche Infektionskrankheit. Die Krankheit kommt weltweit vor und betrifft Katzen jeden Alters. Von der Ansteckung bis zur Erkrankung können Jahre vergehen. In dieser Zeit aber wird der Erreger millionenfach mit dem Speichel ausgeschieden. Nicht nur kranke, sondern auch gesund erscheinende Katzen können das Virus übertragen. Die Katzenleukose kann mit den vielfältigsten Krankheitserscheinungen einhergehen. Beginnend mit Lustlosigkeit, Fieber, plötzlicher Abmagerung, blassen Schleimhäuten (Anämie), Entzündungen am Zahnfleisch bis hin zu bösartigen Wucherungen in der Brusthöhle und im Bauch (Leber, Niere, Darm). Die größte Gefahr bei der Katzenleukose besteht jedoch in einer Schwächung der Abwehrkraft durch das Virus. Betroffene Katzen sind den verschiedensten Infektionserregern praktisch schutzlos ausgeliefert. Die Leukose ist somit auch Grundlage für viele andere, oft tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. Solche Folgekrankheiten maskieren oft die eigentliche Ursache, wodurch die Diagnosestellung manchmal sehr erschwert wird. Als Faustregel kann aber gelten: Plötzlich auftretende Mattigkeit, unerklärliche Gewichtsabnahme, Durchfall oder Verstopfung, Schweratmigkeit, bei Zuchtkatzen Fruchtbarkeitsstörungen, Zahnfleischblutungen und vieles mehr können Hinweise auf Leukose sein. Ebenso gilt auch: Jede Gesundheitsstörung bei der Katze, die sich schon über längere Zeit hinzieht, d.h. chronisch ist, bei der eine Behandlung keine oder nur eine vorübergehende Besserung bewirkt, ist leukoseverdächtig. Bei kranken Katzen kann der Tierarzt bereits durch seine Untersuchung einen Leukoseverdacht aussprechen. Der sogenannte Leukosetest kann diesen Verdacht erhärten. Katzenleukose ist unheilbar! Die sicherste Methode, die Krankheit zu verhindern, ist die Schutzimpfung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Impfstoff auch in der Lage ist, nicht nur vor Schwächung des Immunsystems, sondern auch vor Tumorenentwicklungen zu schützen. Katzenschnupfen: Unter Katzenschnupfen im herkömmlichen Sinn versteht man einen Kartarrh der oberen Luftwege mit tränenden Augen und verstopfter Nase. Beim Menschen ist diesse jahreszeitliche typische Erkrankungsart zwar lästig, aber nicht gefährlich. Ganz anders hingegen die Situation bei Katzen. Katzenschnupfen ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die nicht verharmlost werden darf. Die Ursache sind verschiedene Infektionserreger wie Herpesviren, Caliciviren und Chlamydien. Aufgrund der vielen Erreger, die daran beteiligt sein können, spricht man beim Katzenschnupfen auch von einer Komplexerkrankung. Allein in der Gruppe der Caliciviren gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virustypen und- ausprägungen, deren Zusammensetzung sich stetig verändert. Chlamydien spielen lediglich bei großen Beständen und Katzenzuchten eine gewisse Rolle. Im Einzelkatzenhaushalt sind sie von untergeordneter Bedeutung. Die Katzenschnupfenerkrankung tritt unabhängig von der Jahreszeit auf. Infizierte, äußerlich aber nicht unbedingt sichtbar kranke Katzen, verbreiten die Schnupfenerreger und stecken empfängliche, nicht geimpfte Katzen an. Besonders gefährdet sind Jungkatzen, Katzen mit Auslauf, solche, die in eine Tierpension oder eine Klinik gebracht werden müssen, und Katzen, die an einer anderen Grundkrankheit, wie der Katzenleukose leiden. Die Krankheit beginnt mit tränenden Augen, klarem, wässrigen Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Diese eigentlich harmlosen Anfangssymptome können sich jedoch schnell zum wirklichen Katzenschnupfen verschlimmern. In diesem Fall wird der Nasen- und Augenausfluss eitrig, und es treten schmerzhafte, blutige Geschwüre in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen auf. Solcherart betroffene Katzen verweigern jede Nahrungsaufnahme, weil der für Katzen wichtige Geruchssinn stark eingeschränkt und das Zerkleinern und Abschlucken der Nahrung sehr schmerzhaft ist. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der zu einer rasch fortschreitenden Schwächung der Katze und schließlich zum Tod führt. FIV: Relativ neu ist die Erkenntnis, dass außer dem FeLV auch noch ein zweites, FIV genanntes Virus zu schweren Beeinträchtigungen des Immunsystems führen kann. Die Übertragung des FIV findet hauptsächlich durch Bisse statt. Aus diesem Grund tritt diese Krankheit gehjäuft bei freilaufenden Katern (Revierkämpfe) auf. Die Symptome einer FIV-Infektion ähneln denen der Katzenleukose, so dass nur allein anhand des klinischen Bildes eine Differenzierung getroffen werden kann. Mittels eines speziellen Testverfahrens ist es Ihrem Tierarzt jedoch möglich, zwischen beiden Krankheiten zu unterscheiden. Eine Schutzimpfung gegen FIV-Infektionen ist derzeit nicht möglich. Katzenseuche: Oder auch Panleukopenie genannt ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Der Erreger, der von infizierten Katzen hauptsächlich mit Kot ausgeschieden wird, ist extrem widerstandsfähig und behält seine krankmachenden Eigenschaften unter Umständen jahrelang bei. Selbst eine ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katze ist gefährdet. Das Virus wird nämlich nicht nur direkt, sondern kann auch indirekt an Schuhen, oder der Bekleidung haftend "mit nach Hause gebracht werden" und kann zur Ansteckung der Katze führen. Die Krankheit nimmt besonders bei Jungtieren oft einen rapiden, tödlichen Verlauf. Erste Hinweise sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Mit dem Auftreten von Fieber verschlimmert sich der zustand sehr schnell. Es kommt zu Erbrechen und schließlich zu Durchfall mit wässrig-blutigem Kot. Die Katze verliert dadurch sehr schnell große Mengen Flüssigkeit, sie leidet unter starkem Durst, ist aber in diesem Zustand bereits zu geschwächt, um noch selbst zu trinken. Beim ersten Anzeichen von Katzenseuche ist sofortige tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leider sind trotz einer Intensivtherapie vor allem Jungkatzen häufig nicht mehr zu retten. Wenn sich trächtige, ungeimpfte Katzen infizieren, sind auch die Kätzchen im Mutterleib gefährdet. Es kommt dadurch zu irreparablen Schäden am Gehirn, Fachleute sprechen hier von Kätzchen-Ataxiesyndrom. FIP: Die Bezeichnung FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis, was soviel wie ansteckende Bauchfellentzündung der Katze bedeutet. Die Ursache ist eine Virusinfektion. Die Krankheit äußert sich im ersten Stadium oft in Form von Fieber, Appetitmangel und leichten Atembeschwerden. Nach Abklingen dieser Symptome kann es unterschiedliche Zeit später zum zweiten Stadium der Erkrankung kommen. Hierbei unterscheidet man dann eine sogenannte feuchte Form der FIP, die in typischen Fällen mit einer "Bauchwassersucht" einhergeht. So erkrankte Katzen sind am ganzen Körper abgemagert, haben aber einen dicken, flüssigkeitsgefüllten Bauch. Auch in der Brusthöhle können solche Flüssigkeitsansammlungen vorkommen. Bei der sogenannten trockenen FIP kommt es zu einer Entzündung der innerern Organe (Leber, Niere, Milz, usw.) mit Fieber und teilweise Atembeschwerden. Weil hierbei die typischen Flüssigkeitsansammlungen fehlen, ist die Diagnose wesentlich schwieriger als bei der feuchten Form. Der sogenannte FIP-Test, für den der Tierarzt der Katze eine kleine Menge Blut abnimmt, kann bei kranken Katzen den FIP-Verdacht erhärten. Generell hat er jedoch nur eine geringe Aussagekraft. Man sollte einen solchen Test immer in Verbindung mit der Bestimmung weiterer Blutparameter und dem klinischen Bild betrachten. Vorbeuge: Die FIP nimmt so gut wie immer einen tödlichen Verlauf. Pathologischen Untersuchungen zufolge ist die FIP für etwa jeden sechsten Todesfall bei Katzen verantwortlich. Wirksame Behandlungsmethoden existieren bislang nicht. Die einzige Möglichkeit, der FIP zu begegnen ist die Schutzimpfung mit einem speziellen Impfstoff. Tollwut: Wie andere Haustiere sind auch Katzen mit Freilauf tollwutgefährdet. Nachgewiesene Tolwutfälle sind bei Katzen etwa 2- bis 3-mal so häufig wie bei Hunden. Die Tollwut wird hauptsächlich durch Füchse, aber auch durch andere Wildtiere (Marder usw.) übertragen. Neu sind Berichte über das Vorkommen von Tollwutviren bei Fledermäusen. Tollwut zählt nach wie vor zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten für Mensch und Tier. Sie ist unheilbar. Wegen der starken Gefährdung für den Menschen sind bei betroffenen Tieren Behandlungsversuche verboten. Das Tollwutvirus befällt bei infizierten Tieren das Gehirn und ruft Verhaltensänderungen, Aggressivität, Beißwut, Raserei und schließlich, unter Lähmungserscheinungen, den Tod hervor. Weil das Virus mit dem Speichel ausgeschieden wird, sind vor allem Bisswunden infizierter Tiere gefährlich. Bei jedem Kontakt mit einem Tollwutkranken oder -verdächtigen Tier sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen! Falls Sie den Verdacht haben, dass ihre Katze Kontakt mit einem tollwutkranken Tier hatte, müssen Sie auf jeden Fall - schon im eigenen Interesse - umgehend einen Tierarzt oder Arzt aufsuchen. Für das weitere Vorgehen ist dann maßgeblich, ob die Katze eine gültige Impfung aufweist. Ein wirksamer, gesetzlich anerkannter Impfschutz besteht, wenn laut Impfpass die Impfung mindestens vier Wochen, höchstens jedoch eine Jahr zurückliegt. Bedenken Sie stets: Die Tollwutschutzimpfung schützt Mensch und Tier. Nähere Fragen dazu klären Sie bitte mit Ihrem Tierarzt. ___________________________________________________________________ Empfohlener Impfplan: 08. bis 10. Lebenswoche Erstimpfung Katzenseuche/ Katzenschnupfen 12. bis 14. Lebenswoche Zweitimpfung Katzenseuche/ Katzenschnupfen ab 16. Lebenswoche Erstimpfung Leukose/ FIP 18. Lebenswoche Erstimpfung Tollwut ab 20. Lebenswoche Zweitimpfung Leukose/ FIP Danach Jährl. Nachimpfung Katzenseuche/ Katzenschnupfen Leukose/ FIP/ Tollwut ___________________________________________________________________ Quelle: Infektionskrankheiten und Impfplan übernommen von der Broschüre der Fa. Pfitzer (Auslageheft beim TA).
Eine gewissenhafte Katzenzucht sollte deshalb regelmäßiger tierärztlicher Kontrolle unterliegen.
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